Karneval und Hexen und Alkohol von Stefanie Glaschkes Blog


Dieser Blogbeitrag kommt erst heute, damit niemand sich in letzten Tagen irritiert fühlte – und als Spaßbremse soll dieses Blog auch nicht dienen.
In unserem ach so armen Land wurde von alle den Menschen, die ach so wenig Geld haben, in den letzten Tagen eine Unsumme für Alkohol ausgegeben. Wie man´s braucht, weil es alle machen, weil es eben so ist und immer so war.
Die Karnevalssaison 2010/ 2011 hat übrigens insgesamt 1,4 Milliarden Euro gekostet. Davon gehen allein 48 Millionen auf die Gastronomie. Nicht eingerechnet sind die Umsätze mit Spirituosen aus den normalen Lebensmittelgeschäften.
Aber die, die sich dann über Geldverschwendung in der Politik vollkommen zu Recht beklagen, brauchen das.
Wie geht ein spiritueller Mensch mit Alkohol um und wie hält er es mit dem Feiern? Schauen wir zurück. In der Zeit der großen Entwicklungen der menschlichen Kultur wurde Wein getrunken, oft schon morgens. Er gehörte für jeden, der es leisten konnte, zum täglichen Leben.  Aber Wein gehörte zum LEBEN! Heute ist Alkohol für viele kein Lebensmittel sondern ein Selbstmord auf Raten oder mindestens eine Betäubung. Die Leber wächst nämlich nicht mit ihren Aufgaben und dem Gehirn schadet es auch. Gut, es sterben wohl weniger Hirnzellen ab, als bisher immer angenommen, aber durch die Verminderung der Konzentration und Reaktionsfähigkeit ergibt sich eine Unterversorgung, die das Gehirn schrumpfen lässt. Viele verpassen einfach ihr Leben, tageweise, wochenweise oder auch schon mal ein paar Jahre lang. Wahrnehmung ade, für jeden der sich betäubt. Wie schlecht muss ein Leben sein, wenn der Mensch partiell aussteigen will? Warum den falschen Job, unbefriedigende Lebensumstände und schlechte Ernährung ertragen, wenn man es doch gar nicht wirklich aushalten kann, es sei denn, man betäubt seine Gefühle dann, meist Abends, auf eine so würdelose Weise?
Wein speziell ist in der spirituellen Lebensweise wichtig. Denn man sagt ihm nach, dass er die Botschaft des Wachstums (siehe Gärungsprozess) enthält und auf unsere Zellen überträgt, wenn wir Wein trinken.  Das ist eine tolle Eigenschaft. Nahrungsmittel haben Botschaften und die Botschaft des Weins ist sehr sinnvoll und förderlich für uns. Trinken wir also Wein, doch direkt danach setzen wir die Botschaft um, durch Bewegung, Arbeit, Ideenfindung.  Das ist ein Genuss mit Kultur. Dieser Genuss regt zu aktiven Gesprächen an, beflügelt die Arbeit und verscheucht Phlegmatismus und Demotivation. Es darf nur kein Tropfen zu viel sein.
Dann brauchen wir auch nicht nur an Wochenenden oder zum Karneval zu trinken.  Wenn wir das LEBENSmittel Wein wieder genießen lernen, können wir unser Leben auch genießen. Die Bewegung und das Wachstum, die der Wein auslösen kann, sollten wir nutzen und genießen! Aber Alkohol als Waffe gegen uns selbst, Alkohol als Abtauchmethode? Niemals! Wem sein Leben nicht gefällt, der hat keine Zeit zum Saufen, denn er muss dringend was tun, um sein Leben wieder in Einklang mit sich selbst zu bringen. Also, als Hexe mein Rat an alle, die ein unglückliches Leben ertragen: Das nächste Abtauchen nutzen, um etwas aktiv zu verändern! Vielleicht kommt man dann irgendwann ohne Betäubung aus, denn dafür ist das Leben viel zu schade.

Und für all die, die den Muttertag, den Valentinstag und Weihnachten für reine Kommerzverantstaltungen halten (womit sie im Irrtum sind): Karneval heute hat nicht mehr viel mit dem Brauchtum zu tun, Karneval ist sicher eine reine Kommerzveranstaltung. Aber sehr willkommen bei allen, die ihr Leben schrittweise abschaffen wollen, das geht nämlich mit Alkohol viel besser als mit einem Blumenstrauß, den man aus Gründen der Wertschätzung verschenkt. Ich frage mich, wann die Wirtschaft auf die Idee kommt, Abenteuertouren zum Lemmingesprung anzubieten - sicher wäre das auch sehr beliebt und würde ausreichend Umsatz bringen. Der passende Werbeslogan? Ein Hoch auf die Selbstvernichtung!

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Von Stefanie Glaschke
Hinzugefügt Feb 21

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